Sicher und selbstständig älter werden
Selbstständigkeit und Sicherheit wünscht sich Maria Müller* beim Älterwerden. Die Malteser unterstützen sie dabei.
In den eigenen vier Wänden fühlt sich Maria Müller wohl. "Ich wohne hier schon seit 40 Jahren", sagt die 79-Jährige. Seit drei Jahren allein. Da ist ihr Mann gestorben. "Meine Tochter lebt mit ihrer Familie in Hamburg, mein Sohn in München. Die Kinder und Enkel sehe ich nur an Feiertagen." Ihre Tochter wollte sie zu sich holen, erzählt Maria Müller. "Sie hat gesagt, dass sich sich Sorgen macht, weil niemand da ist, wenn etwas passiert." Wie im vergangenen Jahr, als Maria Müller auf den nassen Fliesen im Bad ausgerutscht ist. "Mein rechtes Knie hat so furchtbar weh getan, dass ich mich nicht bewegen konnte. Ich musste erst einmal eine halbe Stunde auf dem Fußboden sitzen bleiben, dann habe ich mich zum Telefon geschleppt und den Doktor angerufen." Das Knie war Gott sei Dank nur geprellt, die blauen Flecken und Schmerzen nach zwei Wochen verschwunden. "Aber die Angst blieb: Was machst Du, wenn Du noch einmal fällst, es aber nicht zum Telefon schaffst, habe ich mich immer gefragt", erinnert sich Maria Müller. Heute hat die 79-Jährige eine sorgenfreie Antwort darauf: Ich drücke einfach den Knopf an meinem Armband. Das trage ich immer an meinem Handgelenk, wie meine Uhr." Von jedem Punkt in ihrer Wohnung wird Maria Müller automatisch mit der Hausnotrufzentrale der Malteser verbunden. Die Mitarbeiter fragen, was passiert ist, und organisieren schnell Hilfe. "Mein Hausnotrufgerät ist wie ein Schutzengel für mich. Und meine Kinder müssen sich auch keine Sorgen mehr machen, weil sie wissen, dass die Malteser für mich da sind, wenn etwas passiert." Vom Hausnotrufgerät hat ihr der Malteser Mitarbeiter erzählt, der sie mit dem kaputten Knie zum Arzt zur Kontrolle gebracht hat. "Von dem Fahrdienst der Malteser lasse ich mich schon länger fahren. Ich bin nicht mehr so gut zu Fuß." Bei den Fahrten hält sie immer ein Schwätzchen mit dem jungen Mann am Steuer. Der brachte sie auch auf die Idee, den Mahlzeitendienst der Malteser zu probieren. "Wie das kam? Er wollte wissen, was es bei mir zum Mittagessen gab. Brot mit Aufschnitt, habe ich gesagt. Für einen alleine macht man ja nicht so einen Aufwand." Der Malteser gab Maria Müller die Speisekarte des Mahlzeitendienstes mit. "Leckere Sachen standen da drauf: Gulasch, Kartoffelsuppe, Reibeplätzchen. Güt bürgerliche Gerichte, aber auch leichte, wenn man auf die Linie achten muss. Man kann auswählen, ob man eine große Portion haben möchte oder eine kleine. Und für Diabetiker gibt es auch spezielle Menüs." Nun bringt ein Malteser Mitarbeiter Maria Müller jeden Tag ein heißes Essen. "Das ist mein privates Restaurant. So eine warme Mahlzeit am Tag ist schon was Feines." Dank der Malteser, sagt die 79-Jährige, könnte sie weiterhin in ihrer Wohnung leben - sicher und selbstständig.
*Name geändert